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Warzenmolche - die Gattung Paramesotriton (Chang, 1935)     

Derzeit sind 9 Arten beschrieben:                                        Bildergalerie


Paramesotriton laoensis           (Stuart & Papenfuss, 2002) Laos Warzenmolch

 
Paramesotriton deloustali         (Bourret, 1934) Vietnamesischer Warzenmolch

Paramesotriton fuzhongensis    (Wen, 1989) Gupo Warzenmolch

Paramesotriton guangxiensis    (Huang, Tang, and Tang, 1983) Guangxi Warzenmolch

 
Paramesotriton chinensis          (Gray, 1859) Chinesischer Warzenmolch

 

Paramesotriton hongkongensis  (Meyers & Leviton, 1962) Hong Kong Warzenmolch

 

Paramesotriton caudopunctatus (Liu & Hu, 1973) Schwarzpunkt Warzenmolch

 

Paramesotriton zhijinensis         (Zhao et. al., 2008) Zhijin Warzenmolch

 

Paramesotriton longliensis         (Li et. al., 2008)

Das Verbreitungsgebiet der Gattung erstreckt sich auf China, Vietnam und Laos.

Die Artengliederung ist nicht unumstritten. Außerdem kann davon ausgegangen werden, dass längst nicht alle vorkommenden Formen beschrieben bzw. von den übrigen abgegrenzt sind.

Bezüglich des Temperaturverlaufes gibt es Haltungsberichte mit scheinbar gegensätzlichen Aussagen. Das verwundert nicht weiter, da über die Temperaturen in der Natur kaum Informationen vorliegen und zudem die Herkunft der über den Handel importierten Tiere nicht bekannt ist. Bei Warzenmolchen unbekannter Herkunft empfehle ich deshalb die Tiere im ersten Jahr bei unkritischen Temperaturen zu pflegen um über das Verhalten (Appetit, Aktivität, Balz, Eiablage) Rückschlüsse auf die für den jeweiligen Import optimalen Temperaturen schließen zu können.

Handelsrelevant sind Paramesotriton fuzhongensis, chinensis, caudopunctatus und (inzwischen eingeschränkt) hongkongensis. Für die drei erstgenannten Arten empfehle ich mit 18 bis 23 °C im Sommer und um 10 °C für zwei bis drei Wintermonate zu beginnen.

Paramesotriton hongkongensis benötigt leicht höhere Temperaturen als die übrigen drei Arten.

Paramesotriton deloustali und laoensis benötigen ebenfalls höhere Temperaturen.

Bei dieser Gattung handelt es sich um territoriale Fließwasserbewohner mit teilweise hohem Aggressionsverhalten. Deshalb sind geräumige Becken mit sehr vielen Versteckmöglichkeiten und Wasserumwälzung erforderlich. Es sollte nie mehr als ein Männchen mit ein oder mehreren Weibchen gehalten werden. Werden die Angriffe zu intensiv kann zeitweise auch Einzelhaltung erforderlich werden.

Auch wenn scheinbar alle Bedingungen stimmen, sind regelmäßige Nachzuchten in dieser Gattung noch die Ausnahme.
Teilweise scheint die Vermehrung gut zu klappen, andere - auch sehr erfahrene Urodelenhalter - berichten aber auch immer wieder davon, dass es trotz Paarungsfärbung und Laichansatz nicht zu Eiablagen kommt.
Über die Gründe kann nur spekuliert werden.
Mögliche Ursachen könnten z.B. sein, dass die Paare nicht aus dem gleichen Gebiet kommen, und deshalb keine Synchronisierung der Paarungsstimmung erfolgt bzw. das Paarungsverhalten nicht vergleichbar ist. Oder die Haltungsbedingungen werden wegen der unklaren Herkunft (Höhenverbreitung) oder unserem zu geringen Wissen über die natürlichen Verhaltensweisen falsch eingeschätzt. Möglicherweise benötigen die Tiere teilweise aber auch eine längere Eingewöhnungszeit.
Es gibt auch Halter, die - trotz mehrerer Weibchen - Paarbildungen beschreiben; andere widerlegen das. Denkbar ist auch dass die mangelnde Auswahl paarungsbereiter und jeweils passender Partner eine entscheidende Rolle spielt.

Auch die Aufzucht von Larven und Jungtieren ist aufwendig. Hinzu kommt die lange Zeit bis zur Geschlechtsreife.


Kurz - es gibt bei dieser Gattung noch viel was unklar ist. Deshalb sollte jeder der erfolgreich Nachzuchten erzielt, die Haltungsbedingungen möglichst genau erfassen und weitergeben.
 

Literatur zur Gattung Paramesotriton

Paul Bachhausen 

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