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Tylototriton verrucosus  -  Birma Krokodilmolch

 

Die Gattung:

 

Die Arten der Gattung Tylototriton werden allgemein als Krokodilmolche bezeichnet. Derzeit sind folgende 8 Arten wissenschaftlich beschrieben:

T. asperrimus,

T. hainanensis,

T. kweichowensis,

T. shanjing,

T. taliangensis,

T. verrucosus,

T. vietnamensis,

T. wenxianensis                                Bilder der Arten auf der Homepage der AG Urodela.

 

Ihr weites, südasiatisches Verbreitungsgebiet ist aber kaum herpetologisch erforscht. Es ist davon auszugehen, dass noch unbekannte Formen existieren, oder einzelne Arten tatsächlich einen Artenkomplex darstellen. Dies gilt mit Sicherheit für T. verrucosus.  

Die nahe verwandte Gattung Echinotriton enthält derzeit die beiden Arten E. andersoni und E. chinhaiensis mit der gleichen taxonomischen Problematik.  

Beide Gattungen sind nahe mit den Rippenmolchen (Pleurodeles) verwandt.

 

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Himalaja- oder Birmakrokodilmolches liegt in den Bergregionen von Nepal, Indien, Bhutan, Myanmar, Thailand und einem Randbereich der südwestchinesischen Provinz Yunnan. Dieses weite Verbreitungsgebiet und die Unterschiedlichkeit der jeweiligen Vorkommen, legt eine taxonomische Differenzierung auf Art, oder zumindest auf Unterartniveau nahe. Untersuchungen hierzu stehen noch aus.

 

Haltung:

 

Die meisten Arten leben vorwiegend an Land und suchen nur für die Reproduktionsphase ihre Laichgewässer auf. Der Birma Krokodilmolch (T. verrucosus, Anderson 1871) lässt sich hingegen ganzjährig in gut durchkrauteten Aquarien mit einem kleinen Landteil halten. Der Landteil sollte gut belüftet sein und stets saubere Verstecke aufweisen. In gut eingerichteten Becken halten sich die Molche dann vorwiegend im Wasser auf, sind aber immer wieder auch auf den Inseln zu finden.  

 

 

Ich halte meine Tiere bei Temperaturen von 15 bis 18 °C im Winter und um die 24 °C im Sommer. Sie sind ganzjährig äußerst gefräßig und nicht wählerisch bezüglich der Futtersorte. Selbst gefrostete rote Mückenlarven und so genannte Axolotlpellets werden gierig verschlungen.

 

Aufzucht:

 

Larven schrecken auch nicht vor dem Verzehr kleinerer Geschwistertiere oder Körperteilen gleich großer Geschwister zurück. Deshalb lassen sich nur gleich große Larven gemeinsam unterbringen und es ist stets auf ein hohes Futterangebot zu achten. Die Temperaturen müssen über 20 °C liegen. Sonst besteht die Gefahr, dass sie zu klein (<5 cm) an Land gehen und sterben. Bei geeigneten Bedingungen können einzelne Larven Längen von bis zu 10 cm erreichen bevor sie die Metamorphose durchlaufen. Ich halte die Molche auch in der Metamorphose nahezu voll aquatisch. Als Landteil steht dann eine kleine, feuchte Insel zur Verfügung. Viele Wasserpflanzen garantieren dabei, dass die Jungmolche nicht ertrinken. In dieser Zeit sind sie gegen suboptimale Haltungsbedingungen extrem empfindlich. Gute Lüftung und Sauberkeit sind besonders wichtig. Die Fütterung ist mit z.B. Regenwürmern schon nach wenigen Tagen problemlos möglich.

Die Geschlechtsreife erreichten die ersten Tiere im Alter von ca. einem Jahr.  

 

Herkunft:

 

Meine Krokodilmolche habe ich von einem Züchter als Eier bekommen. Eine besonders schöne Form, seine eigene Gruppe aufzubauen.

 

Die Entwicklung:

Eier und Larven:
ca. 2 Woche

4,5 Wochen

4,5 Wochen

4,5 Wochen

6 Wochen

6 Wochen

10 Wochen

10,5 Wochen, Metamorphose

11 Wochen, 2 Tage an Land

Juvenile Tiere:

4 Monate

4 Monate

7 Monate

Das Becken

Adulte Tiere nach ca. einem Jahr:

Links Weibchen, rechts Männchen

Männchen

Weibchen

 

 

          

            Paul Bachhausen