Japanischer
Feuerbauchmolch
-
Cynops
pyrrhogaster
Beschreibung
Der Japanisch Feuerbauchmolch
erreicht Gesamtlängen von 9 bis 13 cm.
Die Haut ist rau. Über der Rückenmitte
erhebt sich eine Leiste. Die Parotiden sind deutlich ausgeprägt. Die Grundfarbe
der Oberseite ist braun bis schwarz. Auf den Flanken sind gelegentlich kleine
orange bis rote Flecken zu sehen. Der Bauch ist orange bis tiefrot gefärbt und
kann mit schwarzen und weißen Flecken unterschiedlichster Größe und Anordnung
durchsetzt sein. Bei den meisten Formen bildet das Männchen in der Paarungszeit einen Schwanzfaden
sowie eine bläulich irisierende Färbung an den Flanken und am Schwanz aus.
Die Färbung dieser Art ist äußerst
variabel.
Männchen von Cynops pyrrhogaster sasayamae
Verbreitung und Unterarten
Das Vorkommen erstreckt sich auf
die japanischen Hauptinseln Honshu, Shikoku und Kyushu sowie auf die, diesen
unmittelbar vorgelagerten Nebeninseln. Dort bildet Cynops pyrrhogaster mehrere
lokale Formen aus. Durch die hohe Färbungsvariabilität der einzelnen Individuen
lassen sich Tiere deren Herkunft nicht bekannt ist nicht immer eindeutig der
richtigen Form zuordnen.
Durch Sawada wurden
1963 sechs lokale Formen beschrieben:
Hiroshima Form
Verbreitung - Die Inseln von
Kyushu, Shikoku, Oki, und die Chugoku Region von Honshu. Diese Unterart wird
durch schwarze, runde Punkte oder Flecke auf dem Bauch charakterisiert.
Bei einigen Individuen fehlen die schwarzen Markierungen. Bei der
Werbung stellt sich das Männchen vor dem Weibchen quer, ohne ein Hinterbein auf
dessen Hals zu setzen.
Cynops pyrrhogaster der
Hiroshima Form, Männchen
Sasayama
Unterart
Verbreitung - Östliches Chugoku,
Gebiet von Kinki.
Cynops pyrrhogaster sasayamae, Balzverhalten
Diese Unterart hat zwei unregelmäßige
schwarze Linien auf einem karminroten Bauch. Die Rotanteile bestehen häufig aus
kurzen, wurmartigen Zeichnungen oder Punkten. Oft sind weißliche Flecke auf den
schwarzen Linien eingestreut und weißliche Punkte oder Flecken entlang der
Seiten des Körpers. Bei der Werbung setzt das Männchen sein Hinterbein auf den Hals
des Weibchens.
Die
Bauchzeichnung meiner Cynops pyrrhogaster sasayamae
Atsumi Form
Verbreitung - Atsumi Halbinsel
(Südosten der Stadt von Nagoya).
Es ist eine relativ
kleine Unterart mit einer hohen Schwanzflosse, einem unregelmäßigen, roten
Dorsalstreifen und zwei unregelmäßigen Linien von roten Punkten auf beiden
Seiten des Rückens. Brünstigen Männchen fehlen die bläulich irisierenden
Schwanzfarben. Sie haben aber einen
sehr deutlichen abgesetzten Schwanzfaden. Auch bei dieser Form kommt es oft vor, dass die Männchen bei der
Werbung ein Hinterbein auf den Hals der Weibchen setzen.
Der
derzeitige Kenntnisstand legt nahe, dass diese Form bereits ausgestorben ist.
Kanto Form
Verbreitung - Gebiet der
Tokyo- Ebene von Honshu.
Diese Form hat einen kurzen
aber relativ hohen Schwanz mit einem stumpfen Schwanzende. Auf beiden Seiten des
Bauches ist ein breiter schwarzer Streifen der einen kleineren ununterbrochenen oder unterbrochenen roten
Streifen enthält. Außerdem hat die Rasse einen breiten, durchgängigen roten
Streifen in der Mitte des Bauches.
Während
der Reproduktion beißt das Weibchen oder es drängt das Männchen, um seine
Einwilligung zu markieren.
Tohoku Form
Verbreitung - Nördliche Teile
von Honshu.
Der Bauch hat einen großen Anteil
von schwarzen, wellenförmigen Flecken und Linien insbesondere an den Seiten des
Bauches. Das Werbeverhalten ist mit dem der Hiroshima Rasse
vergleichbar.
 Cynops
pyrrhogaster, Tohokuform
Übergangsform:
Verbreitung
- Zentral Honshu.
Schwarze
Markierungen auf dem hoch variablen Bauch.
Neuere Untersuchungen zu den
Unterarten
Seit einiger Zeit wurde die
Unterartgliederung von dem japanischen Forscher Dr.Hayashi eingehend mittels
genetischer Verfahren untersucht. Hieraus ergeben sich einige Änderungen. Nach
diesen Untersuchungen kann die bekannte Form C. p. sasayamae nicht mehr als eigene Unterart
anerkannt werden, da sie genetisch mit dem größten Teil der Übergangsform überein stimmt. Wenn ich die Veröffentlichungen von
Hayashirichtig deute,
lassen sich derzeit folgende Formen genetisch unterscheiden:
-
Nordöstliche Gruppe
entspricht
der Tohuko Rasse
Galerie Galerie-Bauch
-
Kanto Gruppe
im
wesentlichen unverändert.
Das Vorkommen südlich von Tokio und im Norden der Kanto-Ebene wurde abgetrennt. Nord-Kanto Gruppe im Norden der Kanto-Ebene Kanagawa-Yamanashi-Shizuoka Gruppe Vorkommen südlich von Tokio (Kanagawa-, Yamanashi- und Shizuoka-Präfektur) und ein weiteres, kleines, genetisch unterscheidbares Vorkommen Galerie Galerie-Bauch
-
Übergangsform
beinhaltet den größten Teil der alten Übergangsform Bilder
und die Sasayama
Rasse Galerie Galerie-Bauch
Ü
Wakayama Gruppe
Wakayama Präfektur
-
West japanische Gruppe
entspricht
dem größten Teil der Hiroshima Rasse. Galerie In der Kumamoto Präfektur gibt es ein kleines, genetisch unterscheidbares Vorkommen
-
Süd Kyushu Gruppe(n)
entspricht
einem kleinen Gebiet der südlichsten Verbreitung der ehemaligen Hiroshima
Rasse und beinhaltet mindestens drei genetisch unterscheidbare Vorkommen.
Bilder Die Astumi Rasse
scheint ausgestorben!
Es besteht teilweise auch an Kontaktzonen, vermutlich keine Reproduktionsgemeinschaften zwischen zwei verschiedenen Formen. Dies könnte dann möglicherweise bedeuten, dass
Cynops
pyrrhogaster aus zwei oder mehr Arten besteht.
 Das
Verbreitungsgebiet der verschiedenen Formen
(nach den Untersuchungen
von Dr. Hayashi)
Lebensweise und Haltung
Der Japanische Feuerbauchmolch
besiedelt fast alle Arten von sauberen Still- oder schwachen Fließgewässern.
Er bevorzugt gut durchkrautete Bereiche. Obwohl in der Natur auch einige
Exemplare außerhalb der Fortpflanzungszeit an Land leben, lässt er sich auch
ganzjährig in Aquarien mit kleinen Inseln halten und züchten. Eine kalte Überwinterung
bei Temperaturen um 10 °C ist anzustreben. Temperaturschwankungen von ca. 10 °C
in Verbindung mit entsprechend schwankenden Tageslängen reichen aber teilweise
aus. Im Sommer
werden Temperaturen von 24°C gut vertragen.
Cynops pyrrhogaster sasayamae, Männchen, Kanagawa Präfektur
Cynops pyrrhogaster kann ein
hohes Alter erreichen. Tiere die seit 35 Jahre in Aquarien gehalten wurden sind
mir bekannt.
Diese Art wurde früher
häufig eingeführt. Seit mehreren Jahren ist die Einfuhr nicht mehr üblich.
Da es aber noch viele Zuchtgruppen gibt, können auch heute noch Tiere aus
Nachzuchten erworben werden - über das Cynops
Register auch Tiere mit Herkunftsangaben aus den verschiedenen Gebieten.
Im Molch
Register der AG Urodela für die Gattung Cynops habe ich ein umfangreiches Fotoarchiv
der verschiedenen Formen zusammengestellt.
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Paul Bachhausen
Die aktuellen Wetterdaten für Japan
unter www.wetter.net
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